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Schmerzzellen

1. Nozizeptoren

2. Reizleitung

3. Der Weg ins Rückenmark

4. Für die Erkennung der Reize

5. Mechanische Kräfte

6. Chemische Reizung

7. Temperaturänderung

8. Quellen

 

1. Nozizeptoren:

Nozizeptoren sind auf die Wahrnehmung gewebeschädigender (noxische) Reize spezialisierte Sinneszellen mit freie Nerven Endigungen. Es sind zum Teil einige der längsten Zellen unsers Körpers und sie sind pseudobipolar ( peripheres Ende - Zellkörper - zentrales Ende )

NOZIZEPTOREN = verzweigte Enden afferenter Nervenfasern

 

2. Reizleitung

A d -Fasern (Gruppe III-Fasern), haben relativ dicke Axone (3-5 m m) und von einer Myelinscheide umhüllt, verantwortlich für den schnellen Schmerz “= erster Schmerz Reizimpulseleitung etwa 5-50 m/s.

C-Fasern (Gruppe IV-Fasern)häufiger als Ad-Fasern; kleineren Durchmesser, ca. 1 m m, sind nicht myelinisiert. Reizimpulsleitung ca. 0,5- 2m/s für„ Langsamen Schmerz“= zweiter Schmerz verantwortlich.

Sind polimodale Fasern welche auf noxische mech., thermische und chemische Reize reagieren

Es entsteht eine Zeitliche Verzögerung der Schmerzempfindung

Der 1. Schmerz (A d -Fasern) wird in Bruchteilen einer Sekunde wahrgenommen und geleitet; das Schmerzgefühl ist meist ein scharf, stechend oder brennend.

Sekunden später trifft 2. Schmerz ein(C-Fasern), es ist meist ein bohrend oder dumpfer Schmerz der langanhaltend sein kann [ Bild1)]

1)

Sensorische Endigungen

freie Nervenendigungen bilden ein „sensorisches Bäumchen“. Dieses besteht generell aus 2-4 Ästen die ca. 80-200 m m Länge. Zusätzlich kürzere Äste mit nur 10-20 m m Länge. Die Zweige innervieren eine 2D Gewebefläche von ca. 150x200 m m.

Die Endigungen sind von Schwanzellen eingehüllt aber es ist keine Myelinscheide ausgebildet. Die Axonmembran tritt an einigen Stellen an die Oberfläche ca. ein drittel der Membranoberfläche liegt frei (vermutlich liegen an diesen Stellen die Transduktionsproteine ) [Bild 2) u. 3)]

2) 3) 4)

Diese freien Stellen kommen oft in den sog. „ axonal beads “ ( Axonalen Perlen ) vor, sie enthalten Glycogengranula und Vesikel ; 3D betrachtet sieht es aus wie eine Perlenkette.

A d -Afferenzen enden in „terminal end bulbs “(„Endbläschen“), vergleichbar in Größe und Inhalt mit den axonal beads, die Organell Anordnung ist anders.

C -Fasern haben kein terminal bulb , sie haben spitz zulaufende Enden. [Bild 3)]

 

A d mechano-hitze Nozizeptoren (AMHs) sind in 2 Typen geteilt [Bild 4)]

Typ 1 AMHs befinden sich hauptsächlich in Bereichen unbehaarter Haut ; haben Hohe Reizschwelle ; sie haben hohe Leitgeschwindigkeiten die 30 bis 50 m/s

Typ 2 AMHs sind in den Bereichen der behaarten Haut ; ihre Temp. Reizschwelle und Leitfähigkeit (ca. 15m/s) sind geringer als bei denen zuvor

C-Fasern kommen hauptsächlich in den inneren Organen vor

 

3. Der Weg Ins Rückenmark

Vom Gewebe aus laufen die Nozizeptoren mit ihren afferente Fasern im Spinalnerv zu den Spinalganglien, wo sich ihre Zellkörper befinden. Von dort aus ziehen sie über die Spinalnervwurzeln (Hinterwurzeln) in die Hinterhörner des Rückenmarks und bilden in den Schichten(Laminae) der grauen Substanz Synapsen mit Rückenmarknerven. [Bild 5)]

Dies sind glutamatergen Synapsen die Glutamat und Neuropetide (z.B. Substanz P), in den synaptischen Spalt ausschütten [Bild 6)]

 

5) 6)

 

4. Für die Erkennung der Reize

Es gibt Unterschiedliche und spezifische Transduktionsmechanismen [Bild 7)und 8)] ; es sind verschiedene Rezeptorproteine und Ionenkanäle die auf die unterschiedlichsten Reize reagieren:

 

5. Mechanische Kräfte

direkt : Spannung direkt auf den Kanal ausgeübt

DEG/ENaC: degenerin family of proteins, epithelial Na channel

indirekt : second messenger kontrollierte

P2X 3 R: purinergic receptor , extrazelluläres ATP binder daran

 

6. Chemische Reize

Endogen

Exogen

TRPV1: transient receptor potential vanilloid receptor 1
Temp. > 40 o C. Capsaicin

ASIC: acid sensing ion channels
Gewebsschädigung, Entzündung v.a. Ischämie (Sauerstoffmangel) pH auf Werte um 5 - 6 absinken.

 

7. Temperaturänderung

TRPV1: transient receptor potential vanilloid receptor 1
Temp. > 40 o C. Capsaicin

TRPV2: transient receptor potential vanilloid receptor 2
nicht Capsaicin-sensitiv. Temp.> 50 o C

 

 

7) 8)

 

Autor:

 

8. Quellen:

1)Seite Frings,2) Seite Frings,3),4),5),6)Seite Frings ,7),8)Seite Frings

 

 

Weitere Referate zu diesem Themenbereich:

 

Was ist Schmerz

Schmerztherapie

Schmerz und Entzündungen

 

 

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