Start Sinnesphysiologie Uni-Heidelberg
Der Geruchsinn
5. Zwei verschieden Hirnareale
Die Riechschleimhaut besteht aus 3 Zelltypen.
Sinnesneurone (Reizperzeption)
Stützzellen (Schleimsekretion)
Basalzellen (Stammzellfunktion)
Auf den Cilien der Sinnesneurone werden Rezeptoren exprimiert.
Jedes Neuron exprimiert nur einen Rezeptortyp
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Die Bindung zwischen Geruchsmolekül und Rezeptor löst eine Signalkaskade aus, in deren Verlauf eine Depolarisation der Zelle stattfindet. cAMP ist second messenger. Ca 2+ ist wichtiges Signalmolekül.
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Erst auf der Ebene des ZNS wird das Signal für das Gehirn interpretierbar. Von Neuronen gleichen Rezeptortyps ziehen Axone zu einem Glomerulus. Das Muster aktivierter Glomeruli entspricht einer 2D-Karte und codiert den Geruch.
Im Glomerulus übernehmen Mitralzellen und ´tufted cells` den Reiz von Axonen des Riechepithels und leiten das Signal zum Gehirn weiter.
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Das Ziel Cortex, wo der Reiz in eine Wahrnehmung übersetzt wird, kann auf 2 Wegen erreicht werden.
Der hypothalamische pathway löst u.U. Emotionen aus, die noch vor der Zuordnung des Geruches zu einer Quelle (im Cortex) auftreten.
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Das Vomeronasalorgan (VNO) ist ein eigenes Sinnesorgan, das der Perzeption von Pheromonen dient.
Sein Epithel unterscheidet sich zellulär kaum vom olfaktorischen Epithel, wohl aber molekular.
Das VNO ist eine Besonderheit der Vertebraten, tritt aber nicht auf bei Fischen, Vögeln und höheren Primaten. Die Existenz beim Menschen wird vermutet, ist aber nicht bewiesen.
5. Zwei verschiedene Hirnareale
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Beiden Geruch-Sinnesorganen sind unterschiedliche Hirnareale zuzuordnen. Das VNO mündet direkt in das limbische System und bleibt auch im weiteren Verlauf subcortical.
Autor: Marcus Krieger
[1] Fain, Gordon L. (2003): Sensory Transduction. Sinauer Associates Inc.
[2] Frings, Stephan (2001): Chemoelectrical signal transduction in olfactory sensory neurons of air-breathing vertebrates. In: CMLS, Cell. Mol. Life Sci. 58 . (2001) Basel: Birkhäuser Verlag, S. 510-519
[3] Axel, Richard: Die Entschlüsselung des Riechens. In: Spektrum der Wissenschaft,Dezember 1995, S. 72-78
[4] Smith, C.U.M. (2001): Biology of sensory systems. John Wiley & Sons
[5] Farbman, Albert I. (1992): Cell biology of olfaction. Cambridge University Press.
[6] Beauchamp / Bartoshuk (1997) : Tasting and Smelling (2 nd ed.). Academic Press.
Weitere Referate zu diesem Themenbereich: