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Seminar: Biologie der Drogenabhängigkeit, SS 05
Leitung: Prof. Stephan Frings, PD Dr. Blanche Schwappach

 

Grundlegendes zu Ethanol

- Gewinnung durch Gärung oder Destillation
- nach Koffein die meist genutzte psychoaktive Substanz
- weit verbreitete Nutzung hat Folgen für Mensch und Gesellschaft
 

Metabolismus und Exkretion:
- löslich in Wasser und Fett, deshalb leichte Diffusion durch Membranen
- komplette Absorption im gesamten Verdauungstrakt, hauptsächlich im Darm (große Oberfläche)
- Zeit vom Trinken bis zur maximalen Konzentration im Blut 30-90 min. (abhängig von Mageninhalt, Geschlecht, Alter, Tageszeit, Herkunft…)
- 95% wird enzymatisch metabolisiert: Alkohol-Dehydrogenase
- 5% wird unverändert über Lunge ausgeschieden (Alkohol-Fahne, Alkohol-Test)
- 85% des Metabolismus findet in der Leber statt
- 15% durch Enzyme der Magenwand (daher Abhängigkeit vom Mageninhalt)

Metabolismus:
1. mit Hilfe von NAD oxidiert Alkohol-Dehydrogenase Ethanol zu Acetaldehyd
2. Aldehyd-Dehydrogenase wandelt Acetaldehyd zu Essigsäure um (wird von Disulfiram inhibiert)
3. unter Abspaltung von ATP wird Essigsäure zu CO2 und Wasser

Einfluss auf: Glutamat-, GABA-, Opioid-, Serotonin- und Cannabinoidrezeptoren

Pharmakologische Effekte: Beeinträchtigung von Wahrnehmung und Verhalten, verlangsamte Atmung, Erweiterung der Blutgefäße der Haut, hemmt die Ausschüttung von ADH->erhöhte Wasser-Exkretion

Psychologische Effekte: Mischung aus stimulierenden und beruhigenden Effekten, Enthemmung, Gedächtnis, Konzentration, Selbsteinschätzung, Reaktionsfähigkeit und Wachsamkeit nehmen ab, Alkoholismus

Langzeitschäden: Leberzirrhose, irreversible Schädigung von Nervenzellen, Schädigung des Verdauungstrakts, Krebs, teratogene Effekte

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